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Jobportrait Headhunter

Auf die „Jagd gehen“ und kluge Führungsköpfe finden – so könnte man den Aufgabenbereich des Headhuntings übersetzen. Muss man aber nicht: Vielmehr darf darin ein verantwortungsvolles Talentscouting mit Fingerspitzengefühl gesehen werden. Was das in der Praxis bedeutet und wie man im Headhunting erfolgreich wird, haben wir bei unseren Kollegen vom Executive Search Team, Senior Consultant Alfons Röhrenbacher und Young Potential Theresa Lahnsteiner, Consultant Recruiting & Research, erfragt und für euch zusammengefasst. 

Was ist Headhunting?

Oft haben Unternehmen einen Bedarf an Führungskräften oder Experten und Spezialisten in einem Fachgebiet, der sich über einen klassischen Recruitingprozess nicht lösen lässt, weil das Anforderungsprofil sehr komplex ist, weil es sich um eine vertrauliche Position handelt, die nicht öffentlich ausgeschrieben werden darf, oder weil es um einen grenzüberschreitenden, internationalen Auftrag geht. Der Job unseres Executive Search-Teams ist es, gezielt nach geeigneten Kandidaten zu suchen und sie proaktiv vor- und auszuwählen. 

Woraus besteht der Job?

Aus zwei Phasen: Einleitend aus der Sales-Phase, wo Unternehmenskunden für Executive-Search-Aufträge akquiriert werden. Und aufbauend darauf ab Auftragserteilung aus der Consulting-Phase. Hier wird gemeinsam mit dem Kunden das Anforderungsprofil des Kandidaten besprochen, es werden Wünsche geäußert und definiert, in welchen Bereichen dieser zu finden ist. Sobald jene Informationen vorliegen, beginnt die Arbeit in Form eines intensiven Rechercheprozesses: Ausgehend von einem gemeinsamen Team-Brainstorming über die optimale Vorgehensweise für den Auftrag entsteht eine Liste von Branchen, Firmen und Namen als „Long List“, die dem Kunden präsentiert wird. Daraus wird gemeinsam eine „Short List“ abgeleitet. Wichtiges Kernstück neben dem Research ist auch das Führen von Fachgesprächen sowie die Erstellung von Stärken-Schwächen-Analysen (SWOT) über jeden einzelnen Interessenten. 

Alfons Röhrenbacher, Theresa Lansteiner

Welche Skills sind gefragt?

Systematik und Genauigkeit in der Research-Phase sind ganz zentrale Eigenschaften, da das Researching ein elementarer Aspekt in der Arbeit als Headhunter ist, der nicht unterschätzt werden darf. Es braucht eine Systematik im Suchprozess und das Arbeiten mit einer guten Struktur, gepaart mit überzeugenden Argumentationsfähigkeiten und nachvollziehbaren Kandidatenempfehlungen. Nur ein gutes Bauchgefühl allein zu haben reicht nicht, wobei Intuition, ein Gefühl für Menschen und ein guter Zuhörer zu sein natürlich dennoch wichtige Faktoren darstellen. Es braucht vor allem sehr viel Empathie und die Gabe, Kompatibilitäten zu erkennen: Welcher Kandidat passt zur Unternehmensphilosophie, zu den Werten und zur Arbeitsweise eines Kunden? Und welcher Kandidat wird tatsächlich auch glücklich in einer ausgeschriebenen Position? Hier geht es um das Schaffen von Win-Win-Situationen für beide Seiten. 

Welche Philosophie sollte man als Headhunter verfolgen?

Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Professionalität – eine Grundhaltung, die von Wertschätzung und Respekt geprägt ist: Kunden und Kandidaten gegenüber. Unser Team hat den Anspruch von absolutem Spitzen-Consulting: Hierzu gehört auch, den Wert der eigenen Arbeit zu erkennen und diesen als wertvolle Ressource seinen Kunden zugänglich zu machen. Ganz besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, das Gemeinsame herauszustreichen und zusammen entlang der gesamten HR-Wertschöpfungskette Lösungen für Klienten zu erarbeiten. Jeder trägt seinen Teil bei und das braucht gutes Teamwork. 

Wie startet man eine Karriere als Headhunter?

Manchmal ganz unverhofft, wie die Geschichte von Theresa zeigt. Denn gestartet hat sie neben ihrem Studium vor knapp 2 Jahren nebenberuflich am Experis-Empfang. Dass Alfons Röhrenbacher nun nicht nur für seine Kunden, sondern auch in den eigenen Reihen ein Händchen für Talente und herausragende Personalentscheidungen besitzt, hat der erfahrene Recruiting-Profi kürzlich wieder bewiesen. Denn genau dort, am Experis Empfang, konnte er im Hintergrund Theresas Kompetenzen wie telefonische Versiertheit, Offenheit, ausgesprochene Höflichkeit und sicheren sprachlichen Ausdruck beobachten. Und so hat er die erst 24-jährige Master-Absolventin in spe kurzerhand in den mit externen Kandidaten laufenden Bewerbungsprozess dazu geholt und schlussendlich auch für sie entschieden. Seit 5 Wochen berät Theresa an der Seite von Alfons Röhrenbacher renommierte Unternehmen und führt tragende Personal-Interviews. „Wir kommunizieren sehr, sehr viel. Alfons ist ein toller Lehrer“, meint Theresa und diesen intensiven Austausch und diese gegenseitige Unterstützung spürt man auch direkt, wenn man den beiden gegenübersitzt. Immerhin sind Wertschätzung, Demut und Augenhöhe Werte, für die Alfons steht - und die auch Experis auszeichnen. Und so macht es den Eindruck, als würde Theresa bereits jetzt in diese Fußstapfen hineinwachsen und fortführen, was Alfons aufgebaut hat. „Wir gehen als Propheten voran“ meint er. „Wenn jemals etwas zurückbleibt von mir, dann das.“