Back to top

IT-Talk: 3 Facts über das CIO-Skill Set für das digitale Zeitalter

Am 5. Oktober fand das IDC CIO Forum 2017 in Wien statt. Seit Jahren bietet das IDC Forum, CIOs und anderen Führungskräften, die Möglichkeit sich über IT relevante Themen auszutauschen. Dieses Jahr stand die Frage nach den wahren Chancen der digitalen Transformation und den damit einhergehenden Änderungen im Mittelpunkt der Gespräche. Thomas Laszlo, Vertical Lead Experis IT und vormals CIO der ManpowerGroup Österreich, hat bei dem Forum an einer Podiumsdiskussion über die zukünftig nötigen Recruiting-Skills von CIO’s teilgenommen. Programmierer, Developer bis hin zu Systemadministratoren sind auf dem Arbeitsmarkt stark gefragt und IT-Recruiter müssen große Anstrengungen auf sich nehmen, um die Bewerber für sich zu gewinnen. Wer jetzt und in Zukunft erfolgreich rekrutieren möchte, sollte wissen, welche Skills nötig sind, um Mitarbeiter zu rekrutieren, zu führen und zu halten. Wir haben Thomas Laszlo dazu 3 Fragen gestellt.

Thomas Laszlo spricht bei der Podiumsdiskussion beim IDC CIO Forum 2017

Welche Bereiche zählen zu dem Aufgabengebiet eines CIO (Chief Information Officer)?

Thomas Laszlo: Ein CIO beschäftigt sich primär damit, interne Prozesse zu digitalisieren und die Einführung neuer Geschäftsmodelle zu unterstützen. Neben der kosteneffizienten Steuerung der IT wird uns in den nächsten Monaten die neue EU-Datenschutz Grundverordnung 2018 (EU-DSGVO 2018), welche am 25. Mai in Kraft treten wird, beschäftigen. Herausforderung im täglichen Leben ist es, den rasanten Lebenszyklen der Technologie folgen zu können. Sich laufend und umfassend zu informieren gehört definitiv zu dem Skill Set eines CIO.

Wodurch werden sich Recruiting und Mitarbeiterführung in Zukunft ändern?

Thomas Laszlo: Dadurch, dass "Digital Natives" ganz andere Anforderungen an ihr Berufsleben haben als andere Generationen, leben sie "always on" und erwarten genau das im Privat- und Berufsleben. Geprägt sind diese Erwartungen vor allem durch die flexible Handhabung der persönlichen Arbeitszeit. Die Offenheit gegenüber Neuem und Flexibilität sind ein wichtiger Faktor geworden. Nicht zu vernachlässigen - und in Zukunft eine Herausforderung an Bewerber und Mitarbeiter jeglicher Branche - wird die persönliche laufende Weiterbildungen darstellen. Denn diese Fähigkeit wird entscheidend sein, um für die Berufswelt attraktiv zu bleiben. Als Führungskraft wird man gefragt sein, eine Kultur innerhalb des eigenen Teams und des eigenen Unternehmens zu schaffen, die jeden Mitarbeiter dazu ermutigt, Weiterbildungsmöglichkeiten wahrzunehmen. Bei Experis bieten wir unseren Mitarbeitern bereits heute den Zugang zu einem umfassenden Trainingsportal mit über 4.500 kostenlosen Online-Trainings, um sie laufend zu fördern.

Wie sind Sie als ehemaliger CIO an diese Themen herangegangen?

Thomas Laszlo: In Zukunft müssen wir Fachbereiche wie z.B Produktion, Vertrieb oder Administration so unterstützen, dass der Mehrwert der Technologie verstanden wird. So werden durch Technologie Kernzprozesse zum Teil verkürzt oder automatisiert. Dadurch entsteht bei den Mitarbeitern oft Angst vor Stellenabbau. Dabei wird in der Regel nur die Art der Tätigkeit verändert - mehr in Richtung Steuerung bzw. Kontrolle des Vorganges, statt ihn selbst durchzuführen. Befürchtungen, dass sich die Anzahl der Arbeitsplätze verringert, sind weiterhin unbegründet. Im Gegenteil entstehen sogar neue Jobs. Aber man muss offen für veränderte und neue Tätigkeiten sein. Dies den Mitarbeitern klar zu machen und das Interesse an neuen Tätigkeiten zu wecken, ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Daher gilt es auch, das Change Management effektiv zu handhaben, um mögliche Ängste von Anfang offen zu besprechen. Ich entscheide mich täglich aufs Neue, meinen Mitarbeitern Flexibilität, Neugierde und Offenheit vorzuleben, denn nur gemeinsam als Team können wir effektiv in die Zukunft blicken.

Wir danken für das Gespräch!

Aktuelle IT Jobs von Experis finden Sie auf unserer Jobbörse.