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Von Mobbing und Bossing im Büroalltag

Welche Mobbingarten gibt es eigentlich?

In den Medien hört und liest man immer häufiger von Mobbing in Schulen, doch auch am Arbeitsplatz sind Mobbingopfer, Täter und Zuschauer zu finden. Und dabei kann es jeden treffen! Mobbing versteckt sich oftmals hinter dem Deckmantel übermäßiger Kritik, denn Führungskräfte und Kollegen können dazu tendieren, einander zu Unrecht zu kritisieren, und betreiben dadurch bereits verstecktes Mobbing. Ist es bereits Mobbing, wenn der Vorgesetzte Mitarbeiter nicht ausreden lässt? Wann beginnt Mobbing? Zählt ein Streitgespräch mit einem Kollegen schon zu Mobbing? Oder Situationen in denen plötzlich ganze Bürozimmer ins Schweigen verfallen, wenn eine bestimmte Person den Raum betritt?

Manpower hat mit Frau Mag. Elisabeth Knizak, Mitbegründerin der Mobbingberatungsstelle Work & People, gesprochen, um herauszufinden was Mobbing überhaupt ist und was man als Opfer bzw. Arbeitgeber von Betroffenen, tun kann.

Mobbing und Bossing – Wo liegt der Unterschied?

Frau Mag. Elisabeth Knizak definiert Mobbing folgendermaßen: „Unter Mobbing versteht man die systematische gezielte Schikane von Menschen über einen längeren Zeitraum hinweg, mit dem Ziel, sie einfach aus dem Arbeitsleben zu verdrängen oder hinauszustoßen. Die Merkmale sind das Gezielte, das Systematische, über einen längeren Zeitraum hinweg.“.

Ganz grob differenziert könnte man sagen, dass Mobbing unter Gleichgestellten stattfindet und Bossing hingegen die gezielte Schikane von oben nach unten beschreibt.

Wer wird zum Mobbingopfer?

Laut Mag. Elisabeth Knizak zeigt sich „in der Praxis allerdings, dass Personen, die eine schlechte Konfliktfähigkeit haben, unter Umständen vielleicht gar nicht streiten oder Konflikten aus dem Weg gehen, die eher zurückhaltend sind und sich nicht wehren, leichter zu Opfern werden. Personen, die sich gut äußern und besser Grenzen ziehen können, wehren Konflikte im Vorhinein oft ab, was anderen nicht so gut gelingt.“

Dayne Topkin 309506 Unsplash. Experis über Mobbing und Bossing

Gerade in Zeiten der Digitalisierung und Automatisierung werden menschliche Fähigkeiten für Arbeitnehmer und Bewerber immer wichtiger. Auch für Unternehmen und Arbeitgeber wird der ausschlaggebende Wettbewerbsfaktor jener sein, seine Mitarbeiter dabei zu unterstützen, sich in dieser sich schnell verändernden Arbeitswelt weiterentwickeln zu können. Im Bewerbungsprozess sowie im aufrechten Dienstverhältnis werden zukünftig menschliche Fähigkeiten zum Wettbewerbsvorteil. Dazu zählen einzigartig Soft Skills wie Empathie, Beziehungsaufbau, kognitive Fähigkeiten, Neugierde und Lernfähigkeit, aber auch Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie Kreativität. Dies bestätigt auch die ManpowerGroup Studie „Robots Need Not Apply: Human Solutions for the Skills Revolution“.

Frau Knizak empfiehlt auf das Konfliktmanagement innerhalb eines Unternehmens und zwischen den eigenen Mitarbeitern zu achten. Die Pflege der persönlichen Psychohygiene ist ebenso wichtig wie das Besuchen eines Konfliktmanagementkurses bei Bedarf.

Wie Sie Mobbing gezielt verhindern können, wie Betroffene mit Mobbing umgehen können und welchen wirtschaftlichen Schaden Mobbing nach sich zieht, können Sie im vollständigen Interview mit Manpower nachlesen.

Experis Tipp: Hinterfragen auch Sie Ihre Konfliktfähigkeit!

Bilden Sie sich weiter, damit Konflikte erst gar nicht entstehen! Auf unserer Online-Lernplattform PowerYou finden Sie unterstützend Online-Kurse unter anderem zu den Themen Personalmanagement in Projekten, Umgang mit Stakeholderkonflikten, Zeitmanagement, Entwicklung von Führungskräften (Leadership Development), etc..