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Experis Experten-Interview: Die bewusste Entscheidung für Projektarbeit

Angelika Fischer ist über Experis bei einem großen Pharmabetrieb als Projektingenieurin tätig. Schon als kleines Mädchen spielte Angelika lieber mit Lego als mit Puppen. Im Legoland verlegte sie Waschtisch-Armaturen und plante die Haustechnik. Im Experis-Interview räumt sie mit gängigen Vorurteilen der Interimsbesetzung auf und stellt den Ausbau des Expertenstatus in den Vordergrund. So sind die berufliche Positionierung für sie eine Frage der Einstellung, Sicherheit eine Illusion und Interimsbesetzung eine Chance auf persönliche Weiterentwicklung. Sie ist mit ihrer Tätigkeit als Projektmitarbeiterin, die sie über Experis gefunden hat, in ihrem Element und sagt, dass Experis dabei helfen kann, wagemutiger zu werden.

Angelika Fischer im Interview mit Experis über die Vorteile von Projektarbeit

Experis:
Du bist über Experis in einem großen Unternehmen tätig. Erzähl uns ein bisschen darüber.  

Hatte ein Angebot für Dauerstelle und Projektarbeit. Habe mich für Projektarbeit entschieden

Angelika Fischer:
Also, ich war meine ganze berufliche Laufbahn im Haustechnikbereich tätig. Bei meiner vorherigen Anstellung wollte ich mich gerade verändern und hatte über ein Jobportal mehrere Inserate gefunden, die von Experis ausgeschrieben wurden. Ich habe mich dort einfach überall beworben, in einem Schwung, und das dürfte auch aufgefallen sein. Innerhalb von zwei, drei Tagen hatte ich dann zwei Vorstellungsgespräche bei Unternehmen. Ich hatte ein Angebot für eine Dauerstelle und eines für einen Einsatz in Projektarbeit und habe mich für die Projektarbeit entschieden.

Experis:
Experis vermittelt ja Experten in unterschiedlichen Bereichen. Wo bist du Expertin?

Angelika Fischer:
Für den gesamten Haustechnikbereich, kann man sagen. Heizung, Klima, Lüftung, alternative Energien, Wärmepumpen, Kältemaschinen, Rückkühler, Dampf, also alles was eben mit Haustechnik irgendwie zu tun hat und dadurch auch die neuen, regenerativen Energien.

Experis:
Was sind so deine Aufgaben, womit beschäftigst du dich hier, wie kommt dein Expertenwissen zum Einsatz?

Vielfältiger und verantwortungsvoller Aufgabenbereich

Angelika Fischer:
Es geht um haustechnische Anlagen aller Art. Da gibt es zum einen neue Anlagen, bei denen ich kontrollieren muss, ob die Anlagen zu Bauherrn passen und dass alles einwandfrei funktioniert. Ich schaue, ob etwas fehlt, denn wenn man eine Anlage hat, muss auch die Messsteuerregeltechnik überprüft werden oder es muss gewisse Prüfmöglichkeiten geben. Ich muss Sicherheitsvorkehrungen treffen, denn da geht es ja auch um Energie, es geht um Sicherheit, es geht natürlich auch um Einsparungen.

Experis:
In welchem Umfeld ist das Unternehmen tätig?

Angelika Fischer:  
Es ist in der Industrie tätig, betrifft die Herstellung von Anlagen für den Pharmabetrieb, aber auch für die Forschung. Da geht es sehr viel um spezielle Anlagen, die besondere Herausforderungen haben, die gereinigt und gewartet werden müssen. Das betrifft die elektrische Ableitfähigkeit von Lüftungsanlagen genauso wie die Bereitstellung von wichtigem Strom und richtige Absicherungen, aber auch z. B. die Heizung, Kühlung, Bereitstellung von Kühlschränken, die entsprechend abgesichert sind. Ich bin zuständig für Ausfallsicherheit und Redundanz, das heißt, dass manches so beschaffen ist, dass wenn ein Teil ausfällt, z. B. eine Kältemaschine, eine andere funktioniert.

Experis:
Es ist so, dass viele Menschen auch Vorurteile haben gegenüber Interimseinsätzen, also Projektarbeit, die Experis neben Direktanstellungen auch vermittelt. Hattest du Vorurteile und wie haben sich die widerlegt durch deine Arbeit?

Man wird in vielen Projekteinsätzen fix übernommen

Angelika Fischer:   
Wenn man für ein Projekt angestellt ist, oder eben überlassen ist, hat man eine absehbare Zeit, wo auch etwas abgeschlossen wird. Man weiß zwar nicht, ob es dann weitergeht oder nicht, aber es besteht dennoch die Möglichkeit, dass man nach einem Projekteinsatz auch fix übernommen wird. Ich habe eine Arbeitskollegin, die auch überlassen war, die danach als fixe Mitarbeiterin angestellt wurde. Das ist das eine und das andere ist, dass ein Projekteinsatz auf Zeit auch etwas anders verhandelt wird als ein Vertrag auf Dauer. Da wird eben gerne so eine Art „All-in“-Vertrag gemacht. Der Unterschied ist, man muss auch einmal länger bleiben und in dem Fall werden eben Überstunden pauschal inkludiert und das ist bei den Projekteinsätzen eben nicht so üblich.

Experis:
Also du bekommst jede Stunde bezahlt?

Angelika Fischer:
Ja, oder eben Zeitausgleich, je nachdem. Ich bin jetzt nicht so gerne zu lange da, außer wenn es notwendig ist, aber für mich ist der Vertrag genau passend.

In manchen Firmen machst du über kurz oder lang alles. Dein Expertenwissen geht verloren.

Experis:
Du sagst, mit Experis kann man auch seinen Expertenstatus ausbauen, weil man in Projekten eingesetzt wird, wo man wirklich haargenau sein Experten-Know-how einsetzen kann.

Angelika Fischer:
Ja. Wenn man im Beruf jetzt irgendwie weiterkommen möchte, also dass man weiterhin das macht, was man gerne macht, dann sollte man auch immer Arbeiten durchführen, auf die man eben spezialisiert ist. Sobald man da irgendwie aus dem Fahrwasser draußen ist, ist es dann schwieriger, dort wieder hineinzukommen. Wenn man in in einer Firma arbeitet, wo es keine Weiterentwicklung gibt, wäre es eine Überlegung wert, einen Job zu suchen, der auf die eigene Spezialisierung zugeschnitten ist. Das kann natürlich eine Fixanstellung sein, aber nach meiner Erfahrung sind gerade solche Projektarbeiten  optimal.

Experis:
Ist es für dich eine Wertsteigerung am Arbeitsmarkt, dass du in hochspezialisierten Projekten arbeitest?

Man muss sich Jobs suchen, bei denen man seinen Expertenstatus ausbauen kann  

Angelika Fischer:
Wenn ich jetzt also die Angst habe, dass die Stelle befristet ist und ich weiß nicht, ob ich nachher wieder was bekomme, das ist ja wirklich nur ein Scheingedanke. In Wirklichkeit kann ich genauso wo fix angestellt und nachher auf der Straße sein, aus welchen Gründen auch immer, dann muss man auch schauen, wo man eben wieder etwas Neues findet. Eigentlich ist es sogar so, dass es wagemutiger macht und mehr Anreiz setzt, hier wirklich aktiv zu sein und mit ganzem Herzen dabei zu sein.

Experis:
Wie schaut jetzt so ein typischer Arbeitstag einer Expertin von Experis aus?

Angelika Fischer:
Ich gehe ganz normal in die Firma wie jeder andere auch. Der einzige Unterschied ist, dass die Abrechnung und Urlaubsscheine etc. eben auch über Experis gehen.  

Angelika Fischer im Interview mit Experis über die Vorteile von Projektarbeit

Lebe im Jetzt – gib dein Bestes – Sicherheit ist ein Scheingedanke

Experis:
Hast du jetzt noch, als Abschluss, so ein Motto, dass du für deine Karriere verinnerlicht hast, oder einen Leitspruch, der dir für deine persönliche Entwicklung wichtig ist?

Angelika Fischer:      
Im „Jetzt“ leben und jetzt das anschauen und wenn man jetzt das Beste gibt, dann wird man auch später immer was Neues finden.

Experis:
Danke Angelika für das Interview!