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Do's and Dont's auf der Weihnachtsfeier

Der Sommer ist vorbei, der Herbst ist ins Land gezogen und schon nahen die betrieblichen Höhepunkte des Jahres. Zumindest wenn es nach manchen feierbegeisterten Mitarbeiter und Kollegen geht. Da stehen der gemeinsame Adventmarktbesuch mit obligatorischem Punsch oder die ausgelassene Firmen-Weihnachtsfeier besonders hoch im Kurs. Doch was sollte denn der umsichtige Arbeitgeber bei Planung und Durchführung einer betrieblichen Weihnachtsfeier alles beachten?

Mag. Erwin Fuchs, selbständiger Rechtsanwalt bei Northcote.Recht und langjähriger Legal Council der ManpowerGroup Österreich, hat die wichtigsten Punkte für die Planung der Firmen-Weihnachtsfeier für Sie zusammengefasst:

Party ohne Pflicht

Zunächst ist gleich bei Planung der firmeninternen Weihnachtsfeier entscheidend, ob die Mitarbeiter zur Anwesenheit verpflichtet werden sollen. Dazu ist zu anzumerken, dass dies rein arbeitsrechtlich schwer möglich sein wird. Schließlich werden nur wenige Arbeitsverträge bei der Tätigkeitsbeschreibung betriebliche Feiern umfassen.

Gekommen, um zu feiern!

Wenn nun die Anwesenheit freiwillig geschieht, dann stellt sie keine Arbeitszeit dar und muss nicht entlohnt werden. Andererseits hat der Arbeitgeber in diesem Fall auch keine Möglichkeit einer Weisung, sollte die Feier außer Rand und Band geraten. Hier würde nur das Hausrecht des Veranstalters herangezogen werden können.

Wertet aber der Arbeitgeber – vielleicht zur Motivation der Mitarbeiter – die Anwesenheit bei der Feier als Arbeitszeit, so wäre zu beachten, dass in diesem Fall die normalen Grenzen der Höchstarbeitszeit und der täglichen Mindestruhe gelten würden. Eigene Ausnahmen für betriebliche Veranstaltungen kennt das Arbeitszeitrecht nämlich nicht. In diesem Zusammenhang wäre auch bei der Anreise zur Weihnachtsfeier darauf zu achten, dass die Mitarbeiter während der Anfahrt nicht arbeiten oder selbst lenken sollten und somit passive Arbeitszeit vorläge, die die Höchstarbeitszeiten überschreiten dürfte.

Fettnäpfchen Alkohol

Zu späterer Stunde und bei ausgelassener Stimmung steigt womöglich auch die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung eines Mitarbeiters. Interessant ist daher auch die Frage, ab wann ein Arbeitsunfall in Zusammenhang mit einer Firmenfeier vorliegen könnte. Die Rechtsprechung lässt hier Unfälle als Arbeitsunfälle gelten, solange die Geschäftsleitung noch bei der Feier zugegen ist und damit der Veranstaltung einen betrieblichen Charakter verleiht. Demgegenüber sind Unfälle, die den „harten Kern“ der feierfreudigen Mitarbeiter betreffen, im Zweifel keine Arbeitsunfälle, sobald die Geschäftsleitung die Feier bereits verlassen hat.

Adventzeit im Büro

Der Countdown läuft! Noch wenige Wochen bis zum großen Fest der Feste aber nicht vergessen: auf jede Weihnachtsfeier folgt auch wieder ein Arbeitstag und Business as usual. Wir wünschen schon jetzt eine besinnliche Adventzeit und ein gemütliches Beisammensein auf Ihrer betrieblichen Weihnachtsfeier.

Mag. Erwin Fuchs
Northcote.Recht
Landstraßer Hauptstraße 1/10
1030 Wien