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Clean Eating im Job

Warum gesundes Essen für den Job sehr wichtig ist, habe ich Ihnen in meinem Blogbeitrag des letzten Monats verraten. Heute geht es um ein Thema, das mir besonders am Herzen liegt: Clean Eating! Ich lebe diesen Ernährungsstil seit vielen Jahren und habe sogar ein Kochbuch darüber geschrieben. Die meisten Rezepte kann man gut vorbereiten und ins Büro mitnehmen und hat so auch in stressigen Arbeitsphasen immer eine gesunde Mahlzeit parat. So bleibt der Blutzuckerspiegel konstant, Heißhungerattacken werden vermieden und Sie können sich mit voller Konzentration und Motivation der Arbeit widmen! Worum es sich bei Clean Eating genau handelt und wie Sie davon profitieren können, verrate ich Ihnen heute.

Clean Eating Tipps von Experis

Clean Eating im Job

Der Begriff Clean Eating steht dafür, Lebensmittel so nahe an der Natur und unverarbeitet wie möglich zu essen. Kochen zählt natürlich als Verarbeitung, gekocht wird allerdings auch im Clean Eating. Es geht nur darum, dass die verwendeten Grundzutaten noch nicht verarbeitet sind. Der Körper kann dadurch besser mit den Nahrungsmitteln umgehen, Sie belasten ihn nicht mit unnötigen Prozessen und sind so maximal leistungsfähig für Job und Freizeit.

Im Alltag ist Clean Eating mit etwas Übung sehr leicht umzusetzen. Sie müssen weder Kalorien noch Punkte zählen, brauchen nichts abwiegen und müssen auf nichts strikt verzichten. Das Essen ist meist schnell vorbereitet und es lassen sich viele Rezepte toll ins Büro mitnehmen. Ich befolge dabei folgende Grundregeln:

  • “Richtiges” Essen essen: Also keine stark verarbeiteten Produkte (speziell Zucker und Weißmehl) mit Aroma- und Konservierungsstoffen. Das schließt ungefähr 3/4 aller Produkte im Supermarkt mit ein und heißt natürlich auch keine Fertiggerichte, keine Süßstoffe wie Aspartam etc. Worauf Sie beim Einkauf achten sollten und welche Lebensmittel als „clean“ gelten finden Sie im zweiten Teil dieses Artikels.
     
  • Viel Gemüse und Obst essen: Das Gemüse steht hier absichtlich an erster Stelle – beim Obst fällt es den meisten Leuten nicht so schwer, beim Gemüse muss man sich schon bemühen. Beides ist jedoch prädestiniert fürs Clean Eating, da es nicht verarbeitet ist, viele Nährstoffe für den Körper beinhaltet und gleichzeitig wenige Kalorien. Beides eignet sich auch hervorragend zum Mitnehmen ins Büro.
     
  • Bei jeder Mahlzeit Protein und komplexe Kohlenhydrate kombinieren: Diese Kombination wird langsamer verdaut als zum Beispiel schnelle Kohlenhydrate wie Weißmehl und Zucker, der Blutzuckerspiegel bleibt konstanter und Sie sind länger satt. Ich esse zum Beispiel zu Obst immer ein paar Nüsse.
     
  • Gesunde Fette essen, gesättigte und Transfette meiden: Zu den gesunden Fetten zählen unter anderem Nüsse, Nussmus (ungesüßt!), Avocados und Kokosöl. Transfette sind zum Beispiel in Fertiggerichten zu finden, die man beim Clean Eating ja ohnehin nicht essen soll.

Auch beim Clean Eating ist es wichtig genügend zu trinken, aus den Gründen, die ich schon im letzten Monat aufgezählt habe.

Einkaufen nach dem Clean Eating Prinzip

  • Tipp Nr 1: Inhalte der Etiketten lesen: Wenn Sie das erste Mal nach dem Clean Eating Prinzip einkaufen wollen, wird Ihnen das viele „Aha“-Momente bescheren! Ein Großteil der Produkte im Supermarkt ist nämlich stark verarbeitet. Das wichtigste Tool im Clean Eating ist das Lesen der Etiketten. Dabei liest man nicht die Nährwerttabelle, sondern die Zutaten des Produktes. Dabei sieht man sich jede einzelne Zutat genau an. Kennen Sie diese und können sie diese auch einzeln einkaufen, dann ist die Zutat clean. Können Sie diese nicht einmal aussprechen oder wissen, dass es sich um einen verarbeiteten Zusatzstoff handelt, zählt die Zutat nicht als clean. Ein kurzes Beispiel zur Veranschaulichung: sind die Zutaten einer Tomatensauce Tomaten, Olivenöl, Knoblauch und Basilikum, würde man eine solche Sauce aus eben diesen auch selbst kochen. Stehen auf der Liste allerdings zusätzlich Maltodextrin und E318, sind ein künstlicher Zusatzstoff und Zucker zugesetzt. Diese Sauce zählt somit nicht als clean.
  • Tipp Nr 2: Auf die Zutaten-Reihenfolge der Etikette achten: Doch nicht nur die Zutaten an sich sind wichtig, auch die Reihenfolge. Firmen müssen die Zutaten nach dem Mengenanteil geordnet angeben, beginnend mit dem höchsten Wert. Oft findet man daher eine Zutat, mit der das Produkt beworben wird (z.B. Kohl in einem Smoothie) erst ganz am Ende der Liste. Somit ist sie nur in geringem Ausmaß enthalten. Diese Reihenfolge machen sich viele Hersteller auch beim Zuckergehalt zu Nutze. Bekanntlich hat Zucker viele Namen und wird einfach aufgeteilt (z.B. alles was mit „ose“ endet, wie Fruktose, Glukose etc., alle Arten von Sirup wie Ahornsirup oder Maissirup). Am hinteren Ende der Liste findet man dann viele verschiedene Arten von Zucker - zusammen genommen, ist Zucker jedoch oft eine Hauptzutat. Als Grundregel kann man sagen: Hat das Produkt kein Etikett (wie bei Gemüse oder Obst) oder sehr wenige Zutaten, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit clean. Eine Liste mit vielen Clean Eating Lebensmitteln finden Sie hier.
  • Tipp Nr. 3: Saisonal und regional essen: Ernährt man sich zudem saisonal und kauft regional ein, ist Clean Eating vorprogrammiert. Viele Obst und Gemüsesorten gibt es nur einige Monate im Jahr aus regionalem Anbau wie zum Beispiel Bärlauch, Spargel oder Beeren. Und damit Sie gleich auf den Geschmack kommen, „mein“ Clean Eating auszuprobieren, habe ich heute noch ein leckeres (saisonales) Rezept für Sie, das Sie ohne großen Aufwand zu Hause vorbereiten und bequem in den Job mitnehmen können. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Rezept: Spargelquiche

Diese Quiche ist aus gesunden, saisonalen Zutaten schnell gemacht und einzelne Stücke lassen sie toll ins Büro mitnehmen. (Bonus: den Teig kann man sogar fertig vorbereiten und schon ausgerollt mit der Form einfrieren. So hat man immer die Basis für ein gesundes, schnelles Rezept im Haus!)

Spargelquiche klein Rezepttipp von Experis